Vier Fragen an Stadtrat André Odermatt

Der Vorsteher des Hochbaudepartements der Stadt Zürich André Odermatt im Kurzinterview.

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1) Welche Rolle hat die Stadt Zürich im Projekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum?

Kanton, Institutionen und Stadt bilden ein Team. Wie der Regierungsrat hat auch der Stadtrat zum Masterplan ja gesagt. Entsprechend arbeiten wir alle eng zusammen. Das hat sich wirklich ausbezahlt: Das Projekt wird fortlaufend optimiert. Das muss es auch. Da ist es wichtig, dass die verschiedensten Blickwinkel zusammenkommen. Die Stadt hat dabei eine eminente Rolle zu spielen: Sie bringt zum Beispiel das grösste städtebauliche Know-how ein. Wir sind aber auch am Pulsschlag der Quartiere und der Bevölkerung. Da sieht sich die Stadt als Anwältin eines lebendigen, stadtverträglichen Hochschulquartiers mit Mehrwert für die umliegenden Stadtteile.

2) Welche Bedeutung hat das Projekt für die Stadt Zürich?

Eine enorme. Vor allem auch vor dem Hintergrund der stadträtlichen Strategien 2035. Wir wollen Zürich als Wissensstandort noch stärker etablieren und wir wollen gute Rahmenbedingungen für innovative Wirtschaftszweige. Die medizinische Forschung und Versorgung kann nur gewinnen. Die Hochschulen bringen viele interessante Menschen und grosse Chancen nach Zürich. Gleichzeitig ist das Hochschulgebiet ein markanter, prägender Stadtteil, der grösste Sorgfalt erfordert.

3) Welche Chancen ergeben sich durch das Projekt für das Quartier?

Der Spitalpark steht da als «grünes Herz» Mitten in diesem Stadtteil an erster Stelle. Klug konzipiert wird er den Menschen rundherum viel bringen: viel Aufenthaltsqualität, Möglichkeiten für Begegnungen. Es wird ausserdem neue Durchwegungen geben, neue Strassenräume. In den Erdgeschossen stellen wir uns interessante öffentliche Angebote vor, die über die Bürozeiten hinaus genutzt werden können. Kurz: viel Leben. Das ist eine der wichtigsten Chancen für das Quartier und die Stadt.

4)  Inwiefern werden die geplanten Volumina im Hochschulquartier das Stadtbild verändern?

Positiv, davon bin ich überzeugt. Die universitären Institutionen dürfen im Stadtbild Präsenz zeigen. Das hat Tradition: Als die jetzigen Hauptgebäude gebaut wurden, waren sie optisch sehr prägend, und sie sind es immer noch.
Punkto Bedarf sind die Institutionen nochmals über die Bücher gegangen. Es muss aber auch gesagt werden, dass zu jeder Zeit in der Planung mit grosser Um- und Weitsicht gearbeitet wurde. Natürlich muss dereinst auch die Architektur stimmen. Das wird mittels Architekturwettbewerben sichergestellt werden. Aber auch mit den ursprünglichen Volumina hätten sich die neuen Gebäude gut eingefügt. Auf jeden Fall sollen diese Bauwerke markante, dauerhafte Zeichen einer prosperierenden, aber auch weit- und umsichtigen Stadt sein.