Vier Fragen an Eugen Schröder

Der neue Direktor Immobilien des USZ im Kurzinterview.

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1) Was ist Ihre Rolle im Projekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum?

Ich war die letzten zwei Jahre für die Strategische Bauplanung am USZ verantwortlich und bei der Entwicklung des Projekts stark involviert. Vor kurzem habe ich nun die Leitung der Direktion Immobilien des USZ übernommen. Ich freue mich sehr darauf, in dieser neuen Rolle, die Gesamterneuerung des USZ im Hochschulgebiet mitzugestalten. Die Infrastruktur ist die Grundlage für die universitäre Medizin von morgen. Die Bauvorhaben sind die Voraussetzung dafür, dass die Menschen in der Region auch künftig von Behandlungen auf hohem Niveau profitieren können. Dies verleiht meiner Arbeit sehr viel Sinn und motiviert mich.

2) Was packen Sie als nächstes an?

Jetzt starten wir den Wettbewerb für die erste grosse Bauetappe. Anfang 2018 gehen die Immobilien im Baurecht vom Kanton auf das USZ über. Dies wird innerhalb des USZ zu Anpassungen bei den Abläufen führen. Auch planen wir zurzeit, wie wir das Baufeld für die erste Etappe räumen und legen fest, mit welchen Massnahmen der heutige Spitalbetrieb auf die Zukunft vorbereitet werden kann.

3) Worin liegen aus Ihrer Sicht die grössten Knackpunkte des Projekts im HGZZ?

Wir müssen die unterschiedlichsten Interessen unter einen Hut bringen, was eine spannende Herausforderung ist. Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende, Studierende, Quartierbewohner – sie alle haben ihre eigenen Vorstellungen und Ansprüche an die Spitalgebäude und an das Hochschulgebiet. Einsprachen können die Bauvorhaben um Jahre verzögern. Eine weitere Knacknuss ist auch, dass wir heute noch nicht wissen können, welche Bedürfnisse der Medizin sich in 10 bis 20 Jahren an die Infrastruktur ergeben.

4) Was braucht es für eine gelungene bauliche Gesamterneuerung des Hochschulgebiets?

Für mich stehen zwei Punkte im Zentrum: Zum einen müssen wir schauen, dass wir genügend Spielraum offen lassen für künftige Nutzungen und Entwicklungen in den Bereichen Forschung, medizinische Versorgung und Lehre. Denn später werden die Gebäude auch Funktionen erfüllen müssen, die heute noch gar nicht absehbar sind. Zum anderen gilt es, die Planung des Hochschulgebiets sorgfältig über die einzelnen Baufelder hinweg abzustimmen, damit ein in sich stimmiges Gebiet entsteht.