Vier Fragen an Roman Bächtold

Gesamtprojektleiter Roman Bächtold gibt ein Kurzinterview

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1) Was ist Ihre Rolle bei Berthold? 

Als Gesamtprojektleiter von Berthold habe ich die operative Führung des Projekts. Gemeinsam mit dem Projektdelegierten Peter Bodmer, der für die strategische Führung des Projekts verantwortlich ist, und dem Projektteam, das aktuell aus drei weiteren
Personen besteht, treiben wir die Erarbeitung der planungsrechtlichen Grundlagen und die Vorbereitungen für den Architekturwettbewerb einer ersten Bauetappe voran.

 

2) Welches sind die grossen herausforderungen dieses Projekts?

Die räumliche Nähe von Universitätsspital, Universität und ETH Zürich stellt eine einmalige Chance mit grossem Potenzial dar und ist auch für die Stadt und den Kanton Zürich von zentraler Bedeutung. Damit die drei Institutionen ihre führende Stellung behalten und ausbauen können, sind sie darauf angewiesen, sich weiterzuentwickeln, was mit entsprechenden Bautätigkeiten verbunden ist. Bei Berthold handelt es sich aber nicht einfach um ein Bauprojekt. Vielmehr geht es darum, ein komplexes Generationenprojekt zu realisieren, das sich über die Jahre den stetigen Entwicklungen und Bedürfnissen der Spitzenmedizin anpassen kann. Aufgrund seiner Grösse und der zentralen Lage mitten in der Stadt Zürich sind auch die Anwohner der
umliegenden Quartiere, grosse Teile der Bevölkerung des Kantons Zürich und weitere Interessenvertreter betroffen. Eine der grossen Herausforderungen des Projekts ist es daher, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten möglichst
optimal zu koordinieren und im engen Dialog breit abgestützte Lösungen zu finden.


3) und Woran arbeiten Sie Bei Berthold zurzeit?

Mit dem Abschluss des Masterplans und dem aus den Vertiefungsstudien resultierenden Synthesebericht konnte eine gute Basis für die weiteren Schritte zur Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen auf den Arealen erarbeitet werden. Darauf basierend
geht es nun darum, die weiteren Verfahren ür die Teilrevision des kantonalen Richtplans und der kantonalen Gestaltungspläne vorzubereiten und zu initiieren. Ziel ist es, diese Prozesse im Herbst 2015 abzuschliessen, sodass spätestens Ende 2015
verbindliche Rechtsgrundlagen für eine vertiefte Planung der konkreten Bauprojekte geschaffen sind.


4) Was Wünschen Sie sich für dieses Projekt?

In den letzten Monaten ist es uns gelungen, den Dialog zwischen den am Projekt beteiligten Institutionen zu fördern und ein gemeinsames Verständnis aufzubauen. Diese konstruktive Zusammenarbeit ist für das Gelingen von Berthold absolut entscheidend.
Daher wünsche ich mir, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Meine Tätigkeit als Gesamtprojektleiter ist äusserst spannend und abwechslungsreich. Sie bereitet mir viel Freude. Einzig die «Baustellenluft» vermisse ich. Die aktuellen räumlichen Verhältnisse sind nicht überall einfach, es besteht dringender Handlungsbedarf. Daher würde es mich freuen, wenn wir schon bald mit einem Helm auf dem Kopf über die Baustelle schreiten und so sicherstellen könnten, dass sich die Situation rasch und nachhaltig verbessert.